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Grundschleppnetz-Fischerei zerstört jedes Jahr ein Gebiet größer als Kanada auf dem Meeresboden.

Die kanadische Regierung hat zugegeben, dass Grundschleppnetz-Fischerei zerstörerisch ist, da sie Bestände und Lebensräume vernichtet, trotzdem blockiert sie immer noch ein UN Moratorium der Grundschleppnetz-Fischerei auf der Hohen See.   

Grundschleppnetz-Fischerei bedeutet Fischerei mit großen, schweren Netzen, die über den Meeresboden gezogen werden. Große Metallplatten und Gummiräder, die an den Netzen angebracht sind, bewegen sich entlang des Bodens und zerquetschen dabei nahezu alles in ihrer Reichweite.

Derzeit existiert keine Regelung für Grundschleppnetz-Fischerei. Ein UN Moratorium für die Grundschleppnetz-Fischerei auf der Hohen See stellt eine vorübergehende Massnahme dar, um der Hohen See eine Pause zu gönnen und zu erforschen, wo wichtige, empfindliche Ökosysteme vorhanden sind. Die Ergbenisse ermöglichen es allen Staaten, zusammen eine Regelung für eine nachhaltige Fischerei auf der Hohen See zu gestalten. Es handelt sich also um eine Zwischenlösung. Wenn die Daten einmal erfasst sind, können spezifische, detaillierte und nachhaltige Regeln erarbeitet werden. Wenn wir warten bis solche Regelungen etwickelt sind ohne zur selben Zeit ein Moratoirum zu haben, ist es bereits zu spät.

1500 Wissenschaftlter aus über 69 Ländern haben nach einem UN Moratorium der Grundschleppnetz-Fischerei verlangt.

Alle 16 Mitglieder des Pacific Island Forums (angeführt von Palau, aber auch unterstützt von Australien und Neuseeland, die in Grundschleppnetz-Fischerei involviert sind) unterstützen ein Moratorium der Grundschleppnetz-Fischerei auf der Hohen See. Unter anderem unterstützen folgende Länder das Moratorium: Großbritannien, USA, Brasilien, Schweden, Niederlande, Frankreich, Deutschland, Philippinen, Südafrika und Chile.  


Weitere Fakten:

Eine nationale Umfrage zusammen von Greenpeace und dem Ecology Action Centre (eine Kanadische Umweltschutzorganisation) im Januar 2006 zeigte, dass 78.3 Prozent  der Kanadier glauben, dass Kanada seine aktuelle Position zur Grundschleppnetz-Fischerei auf der Hohen See überdenken und ein Moratorium über die Fischereimethode in internationalen Gewässern unterstützen sollte – auch auf Kosten von Arbeitsstellen.

Alle Länder beschließen zusammen die Regeln für die Hohe See, die 64 Prozent der Oberfläche unseres Planeten außerhalb nationaler Grenzen bedeckt.   Im Juni 2006 bemerkte der kanadische Fischereiminister Loyola Hearn, dass “Grundschleppnetz-Fischerei die Bestände und ihren Lebensraum beschädigt”. Dennoch untersützt er weiterhin Grundschleppnetz-Fischerei in unerforschten und verletzlichen Gebieten auf dem Meeresboden. Wenn Kanada zugibt, dass Grundschleppnetz-Fischerei Bestände und Lebensräume vernichtet, dann macht die Entscheidung, das Moratorium nicht zu unterstützen, keinen Sinn. Kannst du das verstehen?

Die spanische Grundschleppnetz-Fischerflotte ist außerhalb der kanadischen Gewässer aktiv – zum Nachteil der kanadischen Fischer. Die Blockade des Moratoriums für die Grundschleppnetz-Fischerei auf der Hohen See hilft der spanischen Fischindustrie auf eigene Kosten der Kanadier.

Kanada arbeitet nicht mit Grundschleppnetzen auf der Hohen See, deshalb würde ein UN Moratorium es nicht direkt betreffen. Aber Kanada besitzt eine starke Fischindustrielobby, die befürchtet, dass Kanadier anfangen Fragen zu stellen, warum eine solch zerstörerische Fischereimethode in kanadischen Gewässern erlaubt ist. Warum trifft die kanadische Regierung nicht eine Entscheidung, die von den Wählern, Wissenschaftlern, den Fischern und den verantwortlichen Fischereinationen wie die USA, Brasilien, Australien, Neuseeland, Deutschland und Großbritannien unterstützt werden würde?

Minister Hearn  ist gegen ein Moratorium, obwohl Kanada ein eifriger Teilnehmer der OECD Task Force für Illegale, Unregulierte und Undokumentierte (IUU) Fischerei auf der Hohen See war. Die Task Force erkannte den Nutzen eines Kampfes gegen IUU Fischerei an. Auf 75 Prozent der Hohen See ist Grundschleppnetz-Fischerei unreguliert.  Stimmt Kanada dem zu? Ist das nicht gegen die Entscheidung der Task Force?