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Letztendlich wird deutlich mehr Fisch gefangen werden, als nachwachsen 
kann. Das Ergebnis ist die Ausrottung vieler Arten und der 
Zusammenbruch der Fischereiwirtschaft.

Letztendlich wird deutlich mehr Fisch gefangen werden, als nachwachsen kann. Das Ergebnis ist die Ausrottung vieler Arten und der Zusammenbruch der Fischereiwirtschaft.

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International — Greenpeace hat heute anlässlich des World Social Forums in Nairobi, einige Tage vor dem World Economic Forum in Davos, eine Studie zu den Auswirkungen der fortschreitenden Handelsliberalisierung auf unsere Weltmeere veröffentlicht. Unter Verwendung aktuellster Daten von OECD, EU und UNO kommt Greenpeace dabei zu einem erschreckenden Ergebnis:

Eine weitere Liberalisierung des Welthandels wird die ohnehin bereits schwer beeinträchtigten Fischbestände zerstören sowie Armut und Hunger in Entwicklungsländern verstärken - ein ökologisches und soziales Desaster ersten Ranges.

Der Abbau von Zöllen und Handelsbeschränkungen führt zu einem Verfall der Preise und einer steigenden Nachfrage nach Fisch. Letztendlich wird deutlich mehr Fisch gefangen werden, als nachwachsen kann. Das Ergebnis ist die Ausrottung vieler Arten und der Zusammenbruch der Fischereiwirtschaft.

Erst kürzlich warnten renommierte Wissenschaftler im Fachmagazin „Science“ vor einem Kollaps der globalen Fischbestände bis zum Jahr 2048. Auch die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen FAO stellt ‚einen unheilvollen Zusammenhang zwischen dem Handel mit Fisch und dem Zusammenbrechen der Bestände’ fest. Anstatt eine nachhaltige Fischereipolitik zu implementieren, verstärken wichtige Akteure - wie die EU oder Japan - durch den weiteren Abbau von Handelsbeschränkungen den Druck.

Die Handelserleichterungen stellen aber auch für Entwicklungsländer eine Bedrohung dar. Insbesondere die Verarbeitung von preiswerten Fischarten zu Fischmehl zur Fütterung von Zuchtshrimps und Lachs führt zu einer Nahrungsverknappung. Immer mehr wertvollste Nahrung aus den ärmsten Ländern der Welt wird in die reichsten Länder im Norden exportiert. Statt Entwicklung ist Hunger das Resultat dieser Handelspolitik.

Weitere Informationen: Daniel Mittler (in Nairobi), Greenpeace International, Trade Policy Advisor, Tel. +49 (171) 876 5345, e-mail: daniel.mittler@int.greenpeace.org

— Marc Spahr