Der guineische Marine-Offizier und der Fischereiinspektor an Bord der
Esperanza konnten mit einem Schlauchboot zu dem illegalen Trawler unter
chinesischer Flagge gebracht werden. Der Kapitän der Lian Run No 14 gab
vor, die Papiere befänden sich im Hafen von Las Palmas - einem
Top-Umschlagplatz für illegal gefangenen Fisch. Die Esperanza wird das
Schiff nun nach Conakry, der Hauptstadt des westafrikanischen Landes,
begleiten und den Behörden übergeben.
Auf alle Fischkisten an Bord der Lian Run waren die Namen sieben
anderer Schiffe gedruckt. Das legt den Verdacht nahe: Auch lizensierte
Schiffe beteiligen sich am illegalen Fischfang, indem sie ihre Kisten
mit dem Fang von Piratenfischern abfüllen. Wir haben heute einen
Piraten gefunden, aber wir wissen, dass da draußen eine ganze Flotte
von ihnen dabei ist, jeden Tag Fisch zu stehlen, hier und in jedem
anderen Ozean, sagt Greenpeace-Sprecherin Sarah Duthie.