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22. Februar in der Ross-See im Südpolarmeer: Greenpeace-Aktivisten 
protestieren auf der Esperanza gegen den japanischen Walfang. Auch 
nach über einer Woche wollen die Japaner das antarktische 
Walschutzgebiet nicht verlassen, obwohl die Nisshin Maru nach wie vor 
fahruntüchtig ist.

22. Februar in der Ross-See im Südpolarmeer: Greenpeace-Aktivisten protestieren auf der Esperanza gegen den japanischen Walfang. Auch nach über einer Woche wollen die Japaner das antarktische Walschutzgebiet nicht verlassen, obwohl die Nisshin Maru nach wie vor fahruntüchtig ist.

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Eine eindeutige Botschaft in Richtung Tokyo haben am Donnerstag unsere Aktivisten an Bord des Greenpeace-Schiffes Esperanza gesandt. Enough is enough! (Es reicht!) stand auf dem Transparent, das sie quer über das Hubschrauberdeck hoch hielten. Die japanische Regierung soll endlich vom Walfang ablassen und nicht länger die empfindliche Umwelt in der Antarktis einem unkalkulierbaren Risiko aussetzen. Schliesslich hat sich auch Tokyo im Antarktis-Abkommen verpflichtet, den sechsten Kontinent zu schützen.

Wie riskant die japanischen Walfang-Abenteuer im Südpolarmeer tatsächlich sind, kam am Dienstag heraus. Wir haben herausgefunden, dass die Nisshin Maru nicht für die Kollision mit Eisschollen oder Packeis konstruiert ist. Ihr fehlt die sogenannte Eisklasse. Andererseits fährt sie aber mit über 1'000 Tonnen Öl und Chemikalien durch die eisige See rund um die Antarktis.

Am Donnerstag scheint es den japanischen Seemännern an Bord der Nisshin Maru zum ersten Mal seit dem Brand von vergangenen Donnerstag gelungen zu sein, die Maschine zu starten. Während über die Nachrichtenticker sofort die Erfolgsmeldung aus Tokyo verbreitet wurde, nun könne schon bald mit der Waljagd fortgefahren werden, stellte sich die Situation für die Greenpeace-Aktivisten vor Ort etwas anders dar.

Wir beobachten die Nisshin Maru schon seit Tagen von der Brücke aus, dabei haben wir nur einmal kurz einen Stoss schwarzen Rauch aus ihrem Schornstein aufsteigen gesehen, sagt die Greenpeace-Sprecherin Sara Holden. Wir können nichts erkennen, was den Schluss zuliesse, dass die Schiffsmaschine wieder einsatzfähig ist oder durchgängig läuft.

In einem Gespräch über Funk mit dem japanischen Walfangflottenkapitän erfuhren die Aktivisten, dass auf der Nisshin Maru noch viele Reparaturarbeiten ausgeführt werden müssen. So sei die grosse Winde am Heck defekt. Und auch das Fabrikdeck ist noch beschädigt. Der Kapitän will so schnell wie möglich den südlichen 60. Breitengrad in Richtung Norden passieren und nach Japan zurückzukehren.

Meeresschützer TV