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Pirate fishing: it ain't pretty.

Pirate fishing: it ain't pretty.

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West Africa, Guinea — Westafrika, Guinea — Sie holen ihre Beute aus dem Meer der ärmsten Länder und verkaufen sie gegen gutes Geld nach Europa und Nordamerika. Sie fahren unter Billigflaggen. Plünderungen und Schikanen sind ihre täglichen Herausforderungen. Unsere Herausforderung ist es, sie verhaften zu lassen.

Auch wenn es in den letzten Wochen nicht viel von uns zu hören gab, hat sich doch einiges getan; unsere geheime Zusammenarbeit mit einem Team der Menschenrechtsorganisation Environmental Justice Foundation (EJF) ist nicht folgenlos geblieben.

Inmitten der westafrikanischen Gewässer sind wir auf eine Spur von Piratenfischerei und Nahrungsmittelraub gestoßen, die direkt von Afrika nach Europa und von dort auch noch weiter führt. Gemeinsam mit Environmental Justice Foundation haben wir 61 Piraten-Fischereischiffe als solche entlarvt. In einem armen Land, wo durch Fischdiebstahl ein jährlicher Schaden im Wert von vielen Millionen Dollar entsteht, fangen diese Schiffe den einheimischen Fischern die Lebensgrundlage weg.

Vom Bord der Esperanza aus haben wir die Aktivitäten von 61 Fangschiffen, die unter fremder Flagge in den Gewässern Westafrikas ihrem verbotenen Handwerk nachgehen, dokumentiert. 19 davon hatten sich bereits in früheren Jahren an illegalen Fischerei-Aktivitäten beteiligt. Weitere 21 konnten nicht identifiziert werden, da sie ihre Namen versteckt hielten.

Zwei guineische Fischerei-Inspektoren, die befugt sind, Piratenfischer zu verhaften, sind nun mit an Bord der Esperanza, die ihre Überwachungstätigkeit in diesem Gebiet noch länger fortsetzen wird.

Innerhalb der guineischen 12-Meilen-Zone und damit in einem Gebiet, das für die einheimischen Fischer reserviert ist, wurden fünf unidentifizierte Fangschiffe entdeckt. Die ansässigen Fischer sind gegen diese Piratenschiffe chancenlos. Sie werden gezwungen, sich zum Fischen immer weiter von der Küste zu entfernen, obwohl ihre kleinen Boote oft nicht seetüchtig sind. Nicht selten kommt es zu Kollisionen, die bereits einigen einheimischen Fischern das Leben gekostet haben. Davon unbehelligt rücken die Piraten immer weiter in Küstennähe vor.

Wir haben auch miterlebt, wie zwei Fangschiffe ihre Beute illegal an ein Kühlschiff übergeben haben. (Solche Übergaben sind in Guinea seit letztem Jahr gesetzlich verboten.) Die Umladung auf Kühlschiffe ist der Hauptweg, auf dem Piraten-Fischereiflotten ihren Fang „weiß waschen“ und illegal nach Europa schleusen.
       
Westafrika ist das einzige Gebiet der Erde, wo der Fischverbrauch rückläufig ist. Das UK Department for International Development, das britische Ministerium für Internationale Entwicklung, schätzt, dass in Ländern wie Guinea, wo es an Geld und Lebensmitteln mangelt, durch Fischdiebstahl ein jährlicher Schaden von 100 Millionen US-Dollar entsteht.

Weltweit beträgt der Wert dieser verbotenen Fänge Jahr für Jahr mehrere Milliarden US-Dollar. Dies entspricht 20 Prozent der gesamten Fangmenge in den Weltmeeren. Man schätzt, dass Piratenfischer in den subsaharischen Ländern Afrikas jährlich Fisch für 1 Milliarde US-Dollar erbeuten. Bis zu 50 Prozent der Fangmengen des kostbaren Schwarzen Seehechts, der in den Gewässern des südlichen Ozeans beheimatet ist, sollen aus illegalen Aktivitäten stammen. Rund 40 Prozent des im Zeitraum 2002 bis 2003 gefangenen Kabeljaus aus der Ostsee sollen illegal sein.

Obwohl die Piratenfischerei so verheerende Auswirkungen auf die Meeresumwelt und die ärmsten Länder der Welt hat, wird nicht genug unternommen, um sie zu stoppen.

Helene Bours von EJF empfindet als „Gipfel der Scheinheiligkeit, dass die Regierungen über Entwicklungszusammenarbeit mit Afrika reden und gleichzeitig zuschauen, wie den Menschen dort die Lebensgrundlage weggefischt wird.“

Sarah Duthie, unsere Meeres-Campaignerin an Bord der Esperanza erklärt, dass die Lösung des Problems von den Regierungen kommen müsse. Sie fordert diese auf, Maßnahmen zu ergreifen, z. B. die Häfen für Piraten-Fischereischiffe dicht zu machen und sicherzustellen, dass die schuldigen Unternehmen bestraft werden.

Hilf Greenpeace dabei, die Regierungen in die Verantwortung zu nehmen, damit sie aufhören, nur zu reden, und dafür sorgen, dass die Tage der Piratenfischer gezählt sind. − Werde Meeresschützer!